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Vorprojekt Zukunft

Die Entscheidungsgrundlagen sind erarbeitet

Die Entscheidungsgrundlagen für die Gemeinderäte der am Vorprojekt beteiligten acht Gemeinden des Fischingertals und des Sisslerfelds sind erarbeitet

Ende Mai haben die Gemeinderäte von acht Gemeinden im mittleren Fricktal (Eiken, Mumpf, Münchwilen, Obermumpf, Schupfart, Sisseln, Stein, Wallbach) beschlossen, gemeinsam ein Vorprojekt "Zukunft" anzugehen.

In einem ersten Schritt haben die Gemeinderäte und das Kader während der Sommermonate eine Standortbestimmung über die Stärken und Schwächen der eigenen Gemeinde sowie eine Beurteilung der Chancen und Risiken einer zusammengeschlossenen Gemeinde durchgeführt.

Parallel zu dieser Standortbestimmung wurde von BDO AG in Zusammenarbeit mit den Finanzverwaltern aufgrund von Kennzahlen eine finanzielle Beurteilung vorgenommen. Unter dem Strich könnte der Steuerfuss einer zusammengeschlossenen Gemeinde bei 100% angesetzt werden, ohne dass sich die Finanzlage verschlechtern würde. Mittel- bis langfristig kann durch das Ausschöpfen des Synergiepotenzials, eine Minimierung des Aufwands sowie die Nutzung des Wachstumspotenzials ein noch tieferer Steuerfuss realisiert werden. Aktuell bewegen sich vier Gemeinden mit dem Steuerfuss zwischen 90 und 100% und vier Gemeinden zwischen 114 und 125%.

 

Gemeinsamer Workshop

Am 25. September haben sich die Gemeinderäte und das Kader der acht Gemeinden an einem gemeinsamen,halbtägigen Workshop egenseitig über die Stärken und Schwächen ihrer Gemeinde sowie die Chancen und Risiken eines Zusammenschlusses in Kenntnis gesetzt. Das Stimmungsbarometer der Gemeinden zur Frage: sind sie eher für einen Zusammenschluss, sind sie noch unschlüssig oder sind sie eher dagegen, zeigt nach Nennungen pro Gemeinde eine Patt-Situation. Im zweiten Teil des Workshops haben sich die Gemeinderäte und das Kader in fünf gemischten und von BDO moderierten Arbeitsgruppen mit der "Vision 2026 - Zentrumsgemeinde im mittleren Fricktal" auseinandergesetzt. Die Aufgabenstellung lautete: Zeigen Sie die Entwicklungspotenziale und Chancen einer zusammengeschlossenen Gemeinde 10 Jahre nach dem Zusammenschluss auf. Die Resultate zeigen eine erstaunlich grosse Übereinstimmung in den wesentlichen Fragen der Bevölkerungsentwicklung und Raumplanung, des Verkehrs, der Finanzen und Steuern, der Schule, der Behörden- und Verwaltungsorganisation, der Infrastrukturen und des Bereichs Kultur, Sport und Vereine. Im Vordergrund stehen:

  • eine optimierte Raumnutzung durch die Bildung von Schwerpunkten und die Sicherstellung der heutigen Lebensqualität
  • ein ganzheitliches Verkehrs- und Mobilitätskonzept mit einer Optimierung des öffentlichen Verkehrs 
  • ein attraktiver Steuerfuss mit einer grösseren Finanzkraft
  • die Erhaltung von Kindergärten und Primarstufe in den Ortsteilen
  • die Nutzung der bestehenden Infrastrukturanlagen der Verwaltung als Kompetenzzentren mit einer Professionalisierung der Dienstleistungen und einer vollamtlichen Leitung des Gemeinderates
  • die Optimierung von Angebot, Betrieb und Unterhalt bei den Infrastrukturanlagen
  • ein grösseres Angebot bei den Freizeitsportanlagen und bei den kulturellen Veranstaltungen sowie die Erhaltung und Förderung der bestehenden Vereinslandschaft.

Grundsatzentscheid über eine Beteiligung am Hauptprojekt im November

Aufgrund der Berichte zu den finanziellen Auswirkungen sowie zu den Resultaten des Workshops verfasst die Projektleitung (Gemeindeammänner und externer Projektleiter) bis Ende Oktober einen Bericht an die Gemeinderäte mit einer Empfehlung über das weitere Vorgehen. Die Gemeinderäte entscheiden im November grundsätzlich über die Frage einer Beteiligung ihrer Gemeinde am Hauptprojekt zur Klärung der Auswirkungen eines Zusammenschlusses. Aufgrund der Rückmeldungen berät die Projektleitung anschliessend über das weitere Vorgehen und die Chancen für einen Projektstart, welcher abhängig ist vom Projektperimeter (welche Gemeinden beteiligen sich - welche nicht). Ein allfälliges Verhandlungsmandat mit Verpflichtungskredit kann den Gemeindeversammlungen im Sommer 2011 unterbreitet werden.

Die Stimmberechtigten der am Vorprojekt beteiligten acht Gemeinden werden an der Winter-Gemeindeversammlung über das Vorprojekt und die weiteren Schritte in Kenntnis gesetzt. Die Gemeinde Wallbach hat bereits am 25. Oktober öffentlich orientiert.

Gemeinderäte der 8 Gemeinden im mittleren Fricktal